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20.5.2007 von Nadine.
Gestern haben Sebi und ich den Drehplan gemacht. Dabei lache ich Sebi immer aus, weil er sich extra die Fuzzelcheck- Software gekauft hat und ich behaupte, dass man so eine Liste auch ganz leicht in Excel erstellen könne. “Ach ja, wie denn?” fragt Sebi. “Sag ich nicht”, sage ich, “mit so Programmierzeugs jedenfalls.” “Ahja.”
Auch wenn dieser Pathos in jedem Beitrag erscheint: Wenn man sich den Drehplan anschaut, wird das Ganze schon realer. Drehplan hat nichts mehr zu tun mit: “Hm, ja, vielleicht könnten wir ja noch… und überhaupt möglicherweise… aber das können wir ja demnächst irgendwann mal besprechen oder so.” Drehplan, das bedeutet: Fakten, Fakten, Fakten.
Wie viele Szenen müssen wir am Tag drehen? 3,9. Wie viele Minuten? 4. Wer ist an welchen Tagen da? Sebi, Ralf und Nadine an allen. (Nadine muss auf jeden Fall da sein, weil sie jeden Tag die Bierbänke aufbauen muss.) Es ist halt einfach, auf diesen Plänen stehen jetzt schon die Zeiten drauf, wann wir welchen Schauspieler abholen und wann er in die Maske muss und wann es Essen gibt und was es zu Essen gibt. Das bedeutet, wir müssen das nur noch eintragen und dann steht das da und dann passiert das da!
Letztens, als ich eine meiner kleinen Sinnkrisen hatte, war Sebi da mit einem seiner rührenden Pladoyers. “Du musst für die Sache hundert Prozent geben, denn das ist echt eine Verantwortung, die wir tragen, wenn uns so viele Leute unterstützen”, hat er gesagt. Und auch wenn ich ihm nicht gesagt habe, dass er Recht hat, weil ich aus Prinzip nie zugebe, wenn er Recht hat, hat er schon Recht. Das denke ich zumindest, wenn ich den Drehplan anschaue mit den vielen leeren Kästchen, in die wir die Leute eintragen, die dann die Schauspieler abholen werden und die Schauspieler, die in die Maske gehen werden und die Maskenbildner, die dann die Maske machen werden. Für unseren Film.
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