Tage, wie dieser…

Manchmal ist es wirklich traurig, wie klischeehaft das Leben doch in Wirklichkeit ist. Man wirft Filmen vor, sie würden Prototypen bedienen und wären deshalb unkreativ, dabei ist doch das Leben selbst ein einziger Prototyp.
Jeder kennt diese Romantic Comedys in denen meistens Meg Ryan mitspielt oder Hugh Grant, oder beide. Diese Filme in denen es das reinste Auf und Ab ist. Kaum sind sich die beiden Hauptfiguren näher gekommen stirbt der Hund von Meg Ryan oder Hugh Grants Bein muss amputiert werden.
Dann kommt da diese Nebenfigur, oft eine schwarze Frau mit Orakelambitionen, gelegentlich auch ein Kind und macht der Hauptfigur wieder Mut, in der Regel durch eine beherzte Ansprache. Man denkt sich dann: “Gott wie klischeehaft.”

Doch das Leben ist kaum anders. Während so viele gute Dinge rund um dieses große Ding “wir drehen einen Film” passieren, gibt es immer wieder Rückschläge. Und immer mal wieder ist einer dieser Rückschläge so heftig, dass man sich fragen muss, ob es von hier aus noch Sinn macht weiter zu gehen.
“Natürlich macht es Sinn! Und wage nicht daran zu zweifeln!” schallt es dann aus dem Mund einer schwarzen Frau, oder dem eines Kindes.

Heute war die schwarze Frau ein netter Mitarbeiter eines großen Kölner Verleihers, der trotz all der Sorgen, die sich in den letzten Tagen in mir ausgebreitet haben, einfach nur gesagt hat: “Das kriegen wir schon irgendwie hin”.

Manchmal ist es auch schön in einer klischeehaften Welt zu leben.

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