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25.1.2008 von Sebastian.
So langsam kommen die Motoren in Schwung, volle Kraft vorraus! Der Nachdreh naht…
Woran man das merkt?
‘An den vielen Blogeinträgen’ rufen die humanoiden Fans des Blogs, die gerade von ihrer wilden Demo zurückgekehrt sind. Während Bene noch ein paar Striche an der Zeichnung korrigiert, die er sich frisch ausgedruckt hat, um sie mit den entscheidenden Details zu ergänzen, übt Toni schonmal dieses berühmte Schnalzen, das zwar seitdem alle zu imitieren versuchen, es aber höchstens zu einem läpischen Zungenschnipsen bringen. Stefan hat derweil seiner Frau alle Blogeinträge als Hörbuch auf CD gebrannt, und verbringt die nun gewonnen freien Abende in diversen Stripclubs und begeistert die Mädels mit seinem Schraubenzieher aus der Seitentasche.
‘Daran, dass unsere Lieblingsschauspieler einen vollen Terminkalender haben, und nicht mehr ans Telefon gehen’ stöhnt Nadine auf französisch, während sie erneut versucht Jonas’ Skiurlaub, Katrins neue Hauptrolle und Joyces Engagement in München unter einen Hut zu bringen. Dass Nadine als Einzige keine Zeit hat und ihre geliebte Uni ausfallen lassen muss, wurde nicht berücksichtigt, da sie das ebenfalls auf französisch anmerkte. Und das versteht hier niemand.
‘Daran, dass Sebi mal wieder eine Erneuerung der Homepage will’ ruft Ralf aus Karlsruhe und verschlabbert dabei seinen Drivercocktail mit ganzen Fruchstücken. Zum Glück kann sein mittlerweile verbesserter Roboter innerhalb von 14,43 Sekunden einen neuen Cocktail mixen, den Schalter für den Aufzug verfehlt er allerdings um Haaresbreite, so dass Ralf nun zwei Cocktailpfützen aufwischen muss.
‘Nein!’ sage ich selbst, während ich einen selbstreflexiven Blogeintrag schreibe. Es sind die Träume, die mich seit gestern wieder jede Nacht begleiten. Ein Traum vom Dreh, unvorbereitet, ohne Essen, ohne Kamera, ohne Drehbuch, mit nörgelndem Team und das ganze kurz vor Sonnenuntergang. Ein Traum, den jeder Filmemacher kennt. Und der bis zum Dreh bleiben wird. Und der uns eigentlich nur eines sagen will: ‘Es geht wieder los!’
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25.1.2008 von Nadine.
Januar 2008: Nachdem die Namensstreitereien nun mehr oder weniger beigelegt wurden - ja, ja, so wie es aussieht, wird das Baby auch weiterhin Ayuda heißen - sind nun wohl alle Unklarheiten zwischen Sebi und Nadine beseitigt und Nadine kann sorglos nach Paris auswandern, um sich “kulturell zu bilden”. Sebi bleibt derweil in Köln zurück. Er hat eine Klage von J. Zimmermann am Hals, die besagt, dass der Blog dem Ansehen des Films schade. Vor J. Zimmermanns Appartment kommt es zu wilden Protesten treuer Blogleser (Bene, Toni und ein humanoider Roboter, der Aufzug fahren kann), die fordern, dass der Blog erhalten bleiben soll.
Februar: Auf der Berlinale sehen Sebi und Nadine Jerry Bruckheimer. Sie trauen sich nicht, ihn anzusprechen, doch Jerry kommt von selbst auf die beiden zu, da ihn sein spanischer Kumpel Carletto Darwin, dessen Blog er abends vor dem Einschlafen gerne liest, bereits für „Ayuda“ begeistert hat. Jerry will sich gerne des Projektes annehmen. Er hat ein paar kleinere Änderungsvorschläge, die er Sebi unter vier Augen unterbreiten will. Als Sebi während dieses Gesprächs den Kopf schüttelt, sieht Nadine von weitem, dass Jerry Sebi einen Koffer mit Geld zusteckt. Leider muss der Koffer in Berlin bleiben, weil Sebi sonst das erlaubte Höchstgewicht im Flieger überschreiten würde. Der Weihnachtsspeck ist noch nicht runter.
März: Während Nadine an der Seine ihre Februarferien genießt, hat Sebi eine wichtige Unterredung mit Moritz Kameramann. Jerry Bruckheimer möchte 1. eine Szene, in der ein Auto explodiert, integrieren – Moritz stimmt sofort zu und 2. Tom Cruise in der Rolle von Kilian besetzen – Moritz fragt, was das solle. Sebi sagt, dass Tom Cruise einen Imagewandel zum schüchternen Intellektuellen plane. Der für Ostern angesetzte Nachdreh fällt ins Wasser, weil bei Nadine erst im April Ostern ist.
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