Archive für 24.6.2008

Jahresausblick Teil 3

Juli: Nachdem „Ayuda“ das renommierteste Kopierwerk Kölns in den Ruin getrieben hat, gibt’s Drohbriefe ohne Ende. (Wäre ja auch zu easy gewesen, wenn mal eine Firma nicht pleite gegangen oder ein Ansprechpartner nicht gefeuert worden wäre.) Da Sebi gerade nicht zu sprechen ist, werden diese stellvertretend an Nadine weitergeleitet, die damit doch eigentlich gar nichts zu tun hat. Wieso war Sebi eigentlich nicht zu sprechen? Achso, er dreht jetzt Werbefilme mit einem Stundenlohn von 150 €. Nadine ist total pleite. Sie wird aber auch nicht freie Mitarbeiterin bei der Lokalzeitung, weil Sebi sie gezwungen hat, blau zu machen und ihn bei Aron und beim Schneiden zu vertreten. Daher: Sauer.

Weil Bene keine Zeit hatte, hat das Footsteps-Team übrigens auch nicht den 47Stunden11Minuten Filmwettbewerb gewonnen. Egal, zu gewinnen gab es: Nichts. Nur für die Veranstalter. Die haben unseren Film für eine Million Dollar an Hollywood verkauft.

August: Heinz Badewitz und Max Ophüls gucken unruhig jeden Tag in ihre Briefkästen: Kein „Ayuda“ in Sicht. Na, wo bleibt es denn nur? Unter Evas Leitung marschiert schon ein ganzer Original-Bataillon Stormtrooper und Jedi-Ritter durch Mayen. Leuten, die fragen, was das denn eigentlich mit „Ajuta-oder-wie-das-heißt“ zu tun habe, bietet Eva einen selbst organisierten Trip in einer Mini-Rakete an. Für 40.000 Euro können sich Leute ins Weltall schießen lassen, von wo aus sie erkennen, dass die Aufstellung der Truppen, die Buchstaben A, Y, U, D und A ergeben. Leider lassen sich nur Gabi und Markus ins All schießen. Und Mücke. Die beschwert sich danach aber, weil während ihres Fluges „U“ und „D“ vertauscht gestanden hätten. Mücke will ihr Geld zurück.

September: Wegen ihres Weltall-Trips hat Mücke (die einzige Nichtstudentin über 18) mal wieder die Anmeldefrist für die Postproduktions-Förderung verpasst. Egal, jetzt ist der Film sowieso fertig. Und niemand traut sich zu fragen, wer ihn nun eigentlich bezahlt hat. Alle sind zur großen Premiere eingeladen, außer Marilyn (tot). Daniele bringt sogar seinen besten Kumpel Will Smith mit. Während es sich alle um Ralfs DVD-Player mit Schnittchen kuschelig gemütlich machen und Sebi, nachdem er noch eine Rede geschwungen hat, die DVD einlegen will, fehlt nur eines: Die DVD. Die hat Nadine bei Mc Donalds liegen gelassen. Sebi ist sauer und schwört, von jetzt an nur noch Internetserien zu drehen. Wenigstens lässt das Sozialamt für Gestaltung das gebeutelte Team nicht im Stich. In ganz Deutschland kann man tolle Plakate von “Ayuda” betrachten. Unklar ist nur noch, wo man den Film eigentlich sehen kann. Nadine ist glücklich. Das Sozialamt hat sich für ihren Vorschlag entschieden und die Köpfe aller Bewohner auf das Plakat gedruckt.

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