Archive für 2.4.2009

Ein Eintrag, der zwar lang, aber nicht länger als die Dankesliste im Abspann von Ayuda ist, mit einer Überschrift, die zwar auch lang, aber auch nicht länger als die Dankesliste im Abspann von Ayuda ist


Ich schreibe gerade den Abspann für Ayuda. Klingt doch gut oder? Das heißt, wer sich inzwischen einen Künstlernamen zugelegt hat oder einen Doppelnamen, weil er geheiratet hat und viele Kinder (so lange, wie das schon dauert, muss man ja mit allem rechnen) oder seine Mama grüßen will, bitte bei mir melden!

Außerdem wäre es nett, wenn uns jemand den Kontakt von Alexander Klaws übermitteln könnte. Ansonsten muss das Abspann-Lied von Bene und seiner Band leider oder zum Glück zwei Mal gespielt werden. Grund: Sebi und Eva finden, dass wir uns im Abspann bei aller Welt, dem Universum und dem ganzen Rest bedanken müssen. Außerdem haben sie das ja auch der Welt, dem Universum und dem ganzen Rest versprochen. (Weil es das Einzige war, was es zu versprechen gab.) Letztens hat Sebi mich sogar getadelt, weil ich vergessen habe, das Nichts in der Dankesliste gesondert aufzuführen. Ich hatte fälschlicherweise angenommen, das Nichts gehöre zur Gruppe der Nichtigkeiten. Wie vermessen! Sorry, mein Fehler.

 

Es ist wundervoll, sich zu bedanken! Ich bedanke mich natürlich super gerne, voller Inbrunst und von ganzem Herzen bei Sebis Eltern, ohne die das alles nie möglich gewesen wäre und beim Uli, ohne den das alles nie möglich gewesen wäre. Ich bedanke mich auch herzlichst und verbindlichst bei Schmidle und bei Headquarter für den supertollen Preis, den sie uns gemacht haben, und schwöre, dass ich nie wieder bei einem anderen Münschner Verleiher Equipment leihen werde und nie wieder die Kaffeemaschine einer anderen Postproduction-Firma auch nur ansehen werde. Und auch bei der Kreissparkasse und RBB Aluminium und bei Robert Ollig bedanke ich mich für das supernette Sponsoring und schwöre, dass ich nie bei einer anderen Bank ein Konto eröffnen, meine Aluminiumprofile nie bei einem anderem Aluminiumexperten eloxieren lassen werde und sollte ich irgendwann mal einen Tiefenbau brauchen, werde ich mich selbstverständlich vertrauensvoll an Herrn Ollig wenden! Außerdem nutze ich die Gelegenheit, einen eigenen Abspann schreiben zu dürfen, natürlich auch freudig dafür, mich bei meiner Mama und meinem Papa zu bedanken, schließlich würde es mich ohne die nicht geben –  ein herber Verlust für Ayuta. Ralf darf sich auch gerne bei Annamaria bedanken, weil sie immer an seiner Seite stand und ihm frische Driver Cocktails gemixt hat, als er über dem Ayuda-Zeitplan brütete. Und meinetwegen kann sich Sebi sogar bei Mücke Hilger bedanken. Schließlich hatte sie ein Mal vor, sich für uns bei der Filmstiftung zu bewerben. Gut, letztendlich hat sie dann ja doch wieder die Frist verpasst, aber das wurde ja bereits an einer anderen Stelle erzählt. An alldem gibt’s jedenfalls nichts auszusetzen. Da sage ich gar nüscht.

 

Dann bedanken wir uns aber auch noch bei vielen anderen netten Menschen:

Wir bedanken uns beim Servicepoint der DB für seine Auskünfte. Ich finde sowieso, es wird viel  zu selten honoriert, dass die Leute an Informationsschaltern einem antworten, wenn man sie was fragt. Und außerdem können wir bei Evas Freunden ja auch mal eine Ausnahme machen.

Wir bedanken uns namentlich bei jedem einzelnen amerikanischen Soldaten, der von Yellowtown in Mendig weggezogen ist, sodass unser Haus leer stand und schließen sie auch namentlich in unsere Gebete ein.

Bei Otto Mayer, der jeden Monat 133 € auf das Konto meiner WG überweist. Wieso, wissen meine Mitbewohner und ich nicht. Wahrscheinlich ein Fehler in seinem Dauerauftrag.

Wir bedanken uns auch bei den Schaben, die so toll mitgespielt haben. Hervorzuheben ist die Leistung der einen Schabe, die sich im Bild sogar bewegt hat. Das hast du ganz toll gemacht!

Wo wir gerade bei Tieren sind: Beim Naturschutzbund, den Ralf damals wegen des toten Vogels angerufen hat. Den toten Vogel haben wir dann zwar gar nicht von denen bekommen, aber wenn Ralf den Naturschutzbund irgendwann mal erreicht hätte, hätte es sein können, dass sie uns erlaubt hätten, den toten Vogel vor dem Haus von Sebis Oma aufzuheben. Aber eher nicht.

Wir bedanken uns auch bei Hinz und Kunz, die müde genickt haben, als wir erzählt haben, dass wir einen Film drehen wollen. Sebi besteht zwar darauf, in ihren Gesichtern einen Hauch Zustimmung gelesen zu haben. Und darauf, dass das bei uns allen einen riesigen Motivationsschub ausgelöst habe. Sebi hat aber keine Menschenkenntnis.

Beim bösen Kopierwerksbesitzer. Offenbar hat er sich bisher nämlich noch nicht selbst kopiert und dadurch die Welt vor einem zweiten Menschen seiner Sorte bewahrt. Eine gute Tat!

Außerdem auch bei Subway, dafür dass sie uns nicht wie abgesprochen vier Essen gespendet haben. Wer kann schon vier Tage hintereinander Sub des Tages essen. Ihh!

Bei Jörg Pilawa. Schließlich wurden wir in die Kandidatenkartei aufgenommen. Vor zwei Jahren. Danke vielmals!

Bei Sebis Mama dafür, dass sie Sebi damals zwei Schlafanzugoberteile, anstatt einer Schlafanzughose eingepackt hat, als er bei Marc übernachtet hat. „Vielen Dank, Mama!“ im Namen des achtjährigen Sebis.

Dann bedanken wir uns noch beim Chris. Unter „Grund“ steht: „Freund von Joyce“. Also ich finde es ja eher frech, dass Chris allen anderen Männern Joyce weggeschnappt hat, aber okay.

Wir bedanken uns übrigens auch bei diversen Bürgermeistern, Gemeindevorstehern und Staatsmännern für ihre feuchten Händedrücke. Ein Schreiben vom Verband mit vielen Glückwünschen haben wir sofort stolz an die Wand im Büro gepinnt. Da hängt es immer noch und wird wahrscheinlich eines Tages vergilben.

Wir bedanken uns beim Sauerstoff, denn wenn wir nicht atmen könnten, könnten wir auch keinen Film drehen.

Andererseits müssen wir uns auch beim Kohlenstoffdioxid bedanken. Ohne ihn würden wir den Sauerstoff nämlich nicht zu schätzen wissen.

Ich möchte mich auch noch bei den Pflanzen bedanken wegen der Fotosynthese.

Wie versprochen einen großen Applaus an das Nichts, dafür, dass es so schön durchsichtig ist und dadurch nicht das Bild verdeckt hat.

Danke lieber Gott, dass Dankeschöns umsonst sind. Denn sonst wären wir jetzt ja schon wieder pleite!

 

So, und da der Abspann jetzt sowieso schon länger ist als der Film selbst, will ich die Gelegenheit nutzen, noch zwei ganz besonderen Menschen zu danken, ohne die die letzten drei Jahre sicher doof gewesen wären, weil ich dann gar nicht hier sitzen würde und überlegen müsste, wer in den Abspann darf und wer nicht:

 

Lieber Sebi, dir kann ich leider nicht danken, du hast ja beim Film nichts gemacht. (Deshalb hat Mitch auch kein Bild von dir gemalt.)

Lieber Ralf, Danke für deine zahlreichen und liebevollen Blogeinträge.

 

Herzlichen Dank und freundliche Grüße, Nadine

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